Donnerstag, 8. Mai 2008

Gepäck-Anarchie bei den Airlines

Früher im einigermassen regulierten - oder doch mindestens normierten - Flugverkehr war die Fluggepäck-Welt noch in Ordnung. So wurden irgendwann in den Anfangszeiten des Flugverkehrs die folgenden Gepäcklimiten festgelegt:

Nordamerika: "Piece-Concept" = 2 Gepäckstücke à max 23kg, limitier durch das Volumen

Rest der Welt: 20 kg in Economy, 30 kg in Business und 40 kg in First-Class.

Soweit, so gut - diese Regeln galten weltweit während gut 50 Jahren und man war sich auch als Passagier sicher, dass man am Checkin-Schalter keine unliebsamen Ueberraschungen erlebt. Seit 1-2 Jahren jedoch, nimmt das Chaos überhand: Gewisse US-Airlines verlangen jetzt für das zweite Gepäckstück eine Zahlung von $10-20, dies jedoch entweder nur auf Domestic-Flügen oder grundsätzlich - aber wiederum mit einigen Ausnahmen.

Desweiteren gibt es europäische Airlines, bei welchen die Gepäckaufgabe nicht mehr im Preis inbegriffen ist. Vorreiter in diesem Bereich ist Ryanair, welche pro eingechecktes Gepäckstück 10 Euro verlangt.

Als Reisebüro erhalten wir zur Zeit täglich Informationen der Airlines bezüglich deren Gepäck-Ruling und die zahlreichen Ausnahmen und es ist mittlerweile sehr schwierig, hier den Ueberblick zu bewahren. Im Zweifelsfall, gibts nur die Möglichkeit, sich kurz bei der Fluggesellschaft telefonisch rückzuversichern.